In Quitos Altstadt gibt es 12 Museen. Diese sind zum einen inhaltlich sehr interessant, aber auch architektonisch haben sie viel zu bieten. Die Schüler, die etwas über die Kultur, Traditionen und vor allem etwas über das alte Ecuador und ganz besonders Quito lernen möchte, sollte unbedingt die Museen in Quitos Altstadt besuchen. Setzt man sich mit der Geschichte eines Landes auseinander kann man oft die Menschen und ihre Art oft besser verstehen. Das ist für Sprachschüler ganz besonders wichtig, da beim Erlernen der Sprache auch das Kennenlernen einer anderen Kultur ein wichtiger Punkt ist.
Im Museo de la Ciudad befinden sich die wichtigsten Schätze Quitos. Es ist das älteste nicht religiöse Gebäude Ecuadors. Bevor das Gebäude im 20. Jahrhundert zum Museum umfunktioniert wurde, war es zu erst eine Herberge und dann ein Krankenhaus. Heute zeigt es das Leben der Stadtbewohner, vom Anfang bis zum 19. Jahrhundert. Für sprachschüler ist die Besichtigung sehr empfehlenswert. Aber auch die alten Krankenhausräume können auf einem Rundgang besichtigen werden, wodurch man einen guten Einblick in die damalige medizinische Versorgung bekommt. In den anderen Räumen werden Ausstellungen von nationalen und internationalen Künstlern organisiert.
Während der Kolonialzeit haben sich einige wichtige Familien zusammengeschlossen. In diesem Haus können die Schüler sehen, was aus dem gemeinsamen Vermögen entstanden ist. Nur noch selten kann man in Ecuador nachvollziehen, wie die reicheren Familien gelebt haben. In dem Casa Museo María Augusta Urrutía können viele Kunstgegenstände und euriopäische Möbel bewundert werden. Auch die Architektur des Gebäudes ist sehr speziell. María Augusta Urrutía, nach der das Haus benannt ist, war Mitglied einer der wichtigsten Familien Ecuadors. Sie war eine sehr engagierte Frau. Sie verbreitete den christlichen Glauben und kümmerte sich um Bedürftige. Sie verstarb 1987.
Nach dem Unterricht können die Schüler das Museo de Artesanías Indígenas besuchen. Das Museum besteht aus insgesamt sechs Räumen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten z. B. die Welt des Amazonas, Naturfasern oder Schamanismus. Alle Themen des täglichen Lebens der Indios werden dort behandelt. Es werden Gegenstände ausgestellt und Abläufe aus dem Alltagsleben erklärt und gezeigt. Die Schüler können dort außerdem schöne Andenken und Mitbringsel finden. Diese Gegenstände wurde alle von in Ecuador lebenden Indios hergestellt. So wird die Kultur und das Kunsthandwerk, das die Indios beherrschen nicht vergessen und sie nehmen am modernen Leben Ecuadors teil.
Das Museo Nacional del Banco Central verfügt über 5 Räume, in denen die Sprachschüler in die Geschichte Ecuadors eintauchen können. Vorgestellt werden vor allem Objekte aus Gold, die 12. 000 Jahre vor Christus von den Tolita hergestellt wurden. Aber auch Kunstwerke aus dem 19. Jahrhundert werden ausgestellt. Darunter Gemälde und Skulpturen. Durch den Besuch des Museums bekommen die Schüler einen guten Einblick in die Entwicklung Ecuadors.
Die Schüler können im Museo de Arte Colonial Möbel und Kunstgegenstände die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert hergestellt wurden besichtigen. Aber auch das Gebäude an sich ist sehr beeindruckend, denn immerhin wurde es selbst auch im 16. Jahrhundert errichtet. Ein Besuch des Museum ermöglicht es den Schülern die Vergangenheit der Ecuadorianer besser zu verstehen und etwas über ihre Tradition und Lebensweisen zu lernen.
Im Münzmuseum Quitos können die Schüler die Entwicklung der Münzen verfolgen, beginnend mit dem damals gängigen Tauschhandel, über die Einführung des ersten Zahlmittels, die Entwicklung und den Zerfall der ecuadorianischen Währung Sucre und die darauf folgende Einführung des Dollars. Das Museum befindet sich in dem ehemaligen Gebäude der Zentralbank Ecuadors.