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Kirchen und Klöster

Die Altstadt Quitos wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In diesem Teil Quitos können die Sprachschüler über 50 Kirchen und Klöster besichtigen. Architektonisch sind die Gebäude sehr gelungen. Dazu kommt, dass sie oft Kunsthandwerke von ecuadorianischen Künstlern beherbergen, die die Sprachschüler auch gut nach dem Unterricht bewundern können.

Jesuitenkirche La Compañía de Jesús

Die Jesuitenkirche wurde im 17. und 18. Jahrhundert in der Nähe der Plaza de la Independencia errichtet. Das Gebäude ist eines der komplexesten in Quito. Die Kirche ist sehr prunkvoll und überall reichlich mit Gold verziert. Wenn die Schüler die Möglichkeit haben, die Kirche an der Sommersonnenwende (21. Juni) zu besuchen, sollten sie dies unbedingt tun. An diesem Tag fallen die Sonnenstrahlen direkt auf den vergoldeten Altar. Dieser reflektiert das Licht wie ein Spiegel. Ein Besuch ist für alle Sprachschüler sehr zu empfehlen.

Kirche und Kloster San Francisco

Auf dem damals wichtigsten Handelsplatz San Francisco baute der Inka Huayna Capac seinen Palast. Dort wurden die Indios auch zum Christentum bekehrt. Die Kirche und das Kloster, die auf dem Platz stehen bilden den ältesten religiösen Komplex Südamerikas. Gebaut wurden beide Gebäude im 16. Jahrhundert. In der Kirche könne die interessierten Sprachschüler die bedeutendste Kunstsammlung Südamerikas bewundern. Besonders zu empfehlen ist auch der barocke Altar sowie die Virgen de Quito von Bernardo de Legarda. Das besondere an dieser Darstellung ist, dass die dort dargestellte Jungfrau Maria typische Indiomerkmale aufweist.

Kloster La Merced

Das Kloster La Merced, früher Capilla San Juan de Letrán, wurde 1559 gebaut. Fertiggestellt wurde sie allerdings erst 1734, da das ursprüngliche Gebäude 1660 bei einem Erdbeben zerstört wurde. Das Gebäude ist sehr beeindruckend. Schon die Fassade hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei den Schülern.Der gesamte Komplex erstreckt sich über 29.000 m². Im Kircheninneren befinden sich mehrere Barockaltare. Sehenswert für die Schüler ist auch die Bibliothek des Klosters in der ca. 22.000 Bände stehen.

Kathedrale

In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen, die das Stadtbild Quitos sehr stark prägt. Der letzte Kirchturm wurde jedoch erst im 20. Jahrhundert vollendet. Durch die lange Bauzeit sind in der Architektur der Kathedrale viele verschieden Baustile vermischt. Man findet Merkmale aus der Gotik, dem Barock und der Neoklassik. Die Akustik in der Kathedrale ist sehr gut, sodass sie oft Ort für Konzerte etc. ist.

Palacio Arzobispal

Der Erzbischofspalast liegt direkt an der bekannten Plaza de la Independencia. Gebaut wurde er zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert. Über die Jahre wurde das Gebäude natürlich stets etwas verändert, aber es zählt immer noch zu den ältesten der Stadt. Zu empfehlen sind der schöne Innenhof, die hölzernen Balkone und die luxuriös ausgestatteten Salons. Inzwischen gibt es viele kleine Restaurants und Bars. Von dort aus kann man das Treiben auf der Plaza de la Independencia wunderbar beobachten. Die Preise sind auch für Schüler erschwinglich.

Museum des Klosters San Francisco

In dem Kloster San Francisco entstand die Escuela Quinteña. In dieser Schule haben viele Indios das Kunsthandwerk, ganz besonders das Malen und Schnitzen erlernen können. Dies führte dazu, das Quito zum Zentrum des Kunsthandwerkes in Lateinamerika wurde. Die dort entstandenen Kunstwerke sind alle von der Altstadt und dem alltäglichen Leben inspiriert. Das Museum Fray Pedro Gocial, in dem man die Kunstwerke bestaunen kann, befindet sich in einem der Innenhöfe des Klosters.

Kirche und Kloster San Agustín

San Agustín setzt sich zusammen aus der Kirche und dem Kloster und gilt als einer der schönsten Komplexe Quitos. Das Besondere an der Kirche ist sicherlich die Kuppel, die die Größte der Stadt ist. Im Inneren ist die Kirche sehr prunkvoll gestaltete und aufwendig mit viel Gold verziert. An den Wänden können die Schüler die Werke des Künstlers Miguel Santiago betrachten, die zu den bedeutendsten der Escuela Quiteña gehören. Die Gebeine des Künstlers befinden sich in der Kirche. Auch geschichtlich ist San Agustín ein ganz besonderer Ort, denn dort wurde am 10. August 1809 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet. Gefeiert wurde die Unabhängigkeit in der gesamten Altstadt Quitos. Dieses Datum ist für die Ecuadorianer natürlich von ganz besonderer Bedeutung.

Kirche und Kloster Santo Domingo

Kommt man Richtung Süden auf die Altstadt zu, kommt man direkt auf den Vorplatz der Kirche Santo Domingo. Schon die Fassade mit dem Kirchturm ist für die Schüler ein sehr beeindruckendes Bild. Gebaut wurde der Komplex Santo Domingo im Jahre 1581. Er zählt zu den wichtigsten religiösen Stätten Quitos und die Sprachschüler sollten dieses Highlight unter keinen Umständen verpassen. Doch 300 Jahre nach dem Bau kamen italienische Priester nach Quito. Diese haben beschlossen, das Aussehen der Kirche grundlegend zu verändern. Sie machten kein Halt vor den barocken Altargemälden oder der Farben und schließlich passten sie auch noch den Gottesdienst den europäischen Gepflogenheiten an. Im Inneren der Kirche kann man noch heute Gemälde des berühmten Malers Fray Pedro Bedón betrachten. Die Schüler sollten sich unbedingt auch die Kapelle El Rosario ansehen, die direkt neben der Kirche errichtet wurde.

Kirche und Kloster San Juan

Die Kirche und das Kloster San Juan wurden auf einem für die Inkas wichtigem Ort gebaut. Früher stand auf dem gleichen Platz nämlich ihr Mondtempel. Architektonisch ist das Gebäude sehr schön und durch seine Lage können die Schüler einen tollen Blick auf Quito genießen.

Kirche und Kloster Santa Catalina de Siena

Die für Sprachschüler günstig gelegene Kirche Santa Catalina de Siena ist nur wenige Gehminuten von der Plaza de la Independencia entfernt. Vor allem architektonisch hat das Gebäude viel zu bieten. Gebaut wurde das Kloster 1592. Aufgrund mehrerer Erdbeben wurden das Gebäude und vor allem die Fassade viele Male restauriert. Das Kloster besteht aus 4 Sälen und kann von den Schülern besichtigt werden. Dort ausgestellt sind zum einen Gemälde und zum anderen Kunstgegenstände. Auch heute noch verkaufen die dort lebenden Nonnen Medizin, die sie nach alten Rezepten herstellen darunter z. B. Hustensaft aus Knoblauch oder Rettich mit Eukalyptus oder Antifaltencremes.

Basílica del Voto Nacional

Der Bau der Basilika begann im Jahre 1883 auf dem Hügel San Juan. Die Bauzeit betrug jedoch fast 100 Jahre. Von dort aus überragt sie die gesamte Altstadt, was von der katholischen Kirche durchaus beabsichtigt war. Die Basilika gilt auch heute noch als eines der schönsten religiösen Gebäude Lateinamerikas und ist dazu einer der Größten. Die Kirche ist verziert mit Symbolen aus der Flora und Fauna Ecuadors z. B.mit den bekannten Galápagosschildkröten oder Leguanen. Ein toller Ausflug für Sprachschüler ist auch, den Turm der Basilika zubesteigen. Sind die 350 Treppenstufen und 117 m Höhe bezwungen, kann man als Belohnung den wunderschönen Ausblick über die Stadt genießen.

Kirche und Kloster El Carmen Bajo

Das Kloster El Carmen Bajo wurde ursprünglich gar nicht in Quito gebaut. 1669 entstand es in Latacunga. Nach einem Erdbeben wurde es fast gänzlich zerstört. Also beschloss man, die Reste nach Quito zu bringen, und dort neu aufzubauen. Die geschah zwischen 1718 und 1726. Fast ein Vierteljahrhundert später wurde dann die Kirche eingeweiht. Das Gebäude wird bis heute von den Karmeliterinnen bewohnt.

Kirche und Kloster El Carmen Alto

Die freie Zeit am Nachmittag können die Schüler nutzen, um die Kirche und das Kloster El Carmen Bajo zu besichtigen. Begonnen wurde mit dem Bau der Kirche 1635. Über die Jahre wurde die Kirche mit Schnitzereien verschönert. Aufgrund mehrerer Erdbeben musste das Kloster schon oft resaturiert werden, aber bis heute leben dort noch Nonnen in bescheidenen Verhältnissen. Die Schüler können Produkte aus eigner Herstellung der Nonnen erstehen wie z. B. Kräuter, Heilmittel oder Honig.

El Sagrario

Die Kirche El Sagrario ist Teil der Kathedrale. Erbaut wurde sie im 17. und 18. Jahrhundert im Stil der italienischen Renaissance. Besonders die Fassade der Kirche muss wegen ihrer wunderschönen Wandmalereien hervorgehoben werden. Das Innere der Kirche ist mit vielen Skulpturen und Kunstwerken ausgestattet und für die Schüler ist ein Besuch sehr zu empfehlen.

Museum und Kloster San Diego

Gebaut wurde das Kloster San Diego im 16. Jahrhundert. Schon allein aufgrund der Architektur des Gebäudes lohnt sich ein Besuch für interessierte Sprachschüler. Beeindruckend sind die Materialien, die beim Errichten genutzt wurden, nämlich Stein, Schilf und Lehm. Diese Materialen lassen das Kloster sehr schlicht wirken. Im Inneren des Klosters kann man viele Kunstwerke aus der bekannten Escuela Quinteña bewundern. Zu erwähnen ist die Christusfigur von Caspicara, die abhängig vom Blickwinkel des Betrachters ihren Gesichtsausdruck verändert.

Friedhof San Diego

Der Friedhof San Diego steht unter Denkmalschutz. Erbaut wurde er 1872 und ca. 30 Jahre später von einem deutschen Architekten neu gestaltete. Das Besondere an der Architektur ist die Vermischung von vielen verschiedenen Stilen. Auf dem Friedhof ruhen viele bekannte Persönlichkeiten Ecuadors u. a. der frühere Präsident José María Velasco Ibarra.

Kloster El Buen Pastor

Im Kloster El Buen Pastor können die Schüler viel über die Vergangenheit Ecuadors und die verschiedenen Epochen lernen. Gebaut wurde das Kloster von dem Mönch Fray Pedro Bedón mit dem Ziel ein Ort zur Andacht zu erschaffen. 1871 wurde das Kloster allerdings umgebaut und als Frauengefängnis und Besserungsanstalt genutzt. Es können allerdings nicht alle Räume besichtigt werden.


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