Bevor die Region des heutigen Ecuadors im 15. Jahrhundert von den Inkas besetzt wurde, lebten dort bereits fortschrittliche Indianerkulturen. Im Jahr 1534 erreichten die Spanier das Land und ersetzten das Inkareich. Ansteckende Krankheiten und Zwangsarbeit hatten zur Folge, dass die einheimische Bevölkerung fast ausstarb.
Nachdem Ecuador im Jahr 1822 seine Unabhängigkeit erreicht hatte, war das Land zunächst Teil der Gran Colombia Paktes, der von Simon Bolivar gegründet wurde. Im Jahr 1830 erlangte Ecuador seine Souveränität als vollständig unabhängiger Staat. Das 19 Jh. kennzeichnete sich durch politische Instabilität und viele aufeinander folgende Regierungschefs.
Der konservative Gabriel Garcia Moreno vereinigte 1860 mithilfe der katholischen Kirche das Land. Im späten 19. Jh. verhalf die stark ansteigende Anfrage nach Kakao auf dem Weltmarkt zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Viele Einwohner zogen daraufhin von den Bergen in die landwirtschaftlich nutzbaren Gegenden an der Küste.
Im Jahr 1895 entstanden liberale, revolutionäre Kräfte, die geistliche Macht einschränkten und den Weg frei für eine kapitalistische Entwicklung machten. Das Ende des Kakaobooms führte erneut politische Instabilität und schließlich im Jahr 1925 einen militärischen Putsch herbei. In den 1930ern und 1940ern wurde das Land von populistischen Präsidenten regiert. Im Januar 1942 unterschrieb Ecuador das Rioprotokoll, um den ein Jahr zuvor entstandenen Krieg mit Peru zu beenden, in dem es um den Grenzverlauf der beiden Länder ging.
Nach dem 2. Weltkrieg erholte sich der landwirtschaftliche Markt und ein Aufschwung der Bananenindustrie hatte Reichtum und politische Stabilität zur Folge. In den 1960ern entwickelten sich allerdings erneut politische Unruhen. Im Jahr 1972 etablierte sich ein Militärregime, welches 1979 gestürzt und durch demokratische Institutionen ersetzt wurde.
Es folgte in der Geschichte von Ecuador eine Periode instabiler Regierungen, denen Korruption und Ineffektivität vorgeworfen wurde.