Ecuador ist eine demokratische Präsidialrepublik mit Mehrparteiensystem. Das Parlament sowie der Präsident werden am selben Tag direkt vom Volk gewählt. Der Präsident ist das Staatsoberhaupt und Chef der Exekutive. Die Legislative wird von Regierung und Nationalprogress gemeinsam ausgeübt. In der Verfassung des Landes wird die Unabhängigkeit der Judikative von den anderen beiden Staatsgewalten garantiert.
Die politische Macht liegt hauptsächlich beim Staatspräsidenten und damit in der Hauptstadt Quito. Er ernennt für jede Provinz einen Gouverneur und für jeden Kanton ein politisches Oberhaupt. Die Bevölkerung in den Provinzen wählt einen Präfekten, der in erster Linie für die Infrastruktur in den Regionen zuständig ist und dort die Rolle sowie die Funktionen eines übergeordneten Bürgermeisters ausübt. Die dominierenden Parteien in Ecuador sind der christlich-soziale „Partido Social Cristiano“ (PSC) und der populistische Partido Roldosista Ecuatoriano (PRE). Die letzten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen fanden im Oktober 2006 statt, wobei Rafael Correa als Sieger der Präsidentschaftskandidatur herausging.